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Umgestaltung der übertägigen Dauerausstellung im ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode ist abgeschlossen

Die übertägigen Ausstellungsräume des 1987 eröffneten Bergbaumuseums wurden im Jahr 2013 komplett umgestaltet und modernisiert. 2016 ergab sich die Möglichkeit, Teile der Ausstellung im Rahmen eines Fördermittelprojekts zu aktualisieren und zu überarbeiten. Das Projekt umfasste einen Werkvertrag, die Anschaffung von neuem Ausstellungsmobiliar und -technik sowie die Durchführung verschiedener Korrekturen bei der ursprünglichen Ausstellungsgestaltung. Nun ist das Projekt abgeschlossen und dessen Ergebnis kann von den Besuchern besichtigt werden.

Führungen durch das Schaubergwerk im ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch auch über Tage bietet das Erlebniszentrum die Möglichkeit, die Geschichte des Mansfelder Kupferschieferbergbaus kennenzulernen. Beim Rundgang durch eine übertägige Dauerausstellung „Dies und anderes mehr kommt alles vom Bergbau her“ erfahren Besucher wie die Kupferlagerstätten entstanden sind und wie der Abbau des Erzes die Region seit mehr als 800 Jahren geprägt hat.

Die Kunsthistorikerin Katrin Steller aus Halle koordinierte im Rahmen des Werkvertrags die Projektdurchführung und recherchierte Realisierungsmöglichkeiten. Nach dem Auslaufen des Werkvertrages setzte Erlebniswelt Museen e. V. die Umsetzung des Projekts fort. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des regionalen Museumsbundes, die Volkskundlerin Jana Kämpfe widmete sich umfassend den Themenfeldern „Bergbauliche Berufe“, „Bergmannshabit“ sowie „Glaube und Tod“. Die allgegenwärtigen Gefahren im Bergbau nahmen dabei eine besondere Rolle ein. Verweise auf Heiligenlegenden gehörten ebenso dazu wie Objekte zum bergmännischen Rettungswesen. Herausragendes Instrument der inhaltlichen Vermittlung wird eine Medienstation sein, die anhand von mehreren hundert Unglücksfällen seit dem 19. Jahrhundert aufzeigt, wie gefährlich die Arbeit im Mansfelder und Sangerhäuser Kupferschieferbergbau war. Grubenunglücke hatten ganz unterschiedliche Ursachen: untertägige Wassereinbrüche, Explosionen, Verschüttung, Stürze oder Maschinentechnik. Jana Kämpfe hat zahlreiche der dokumentierten Fälle aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen und kategorisiert. Die Medienstation geht ab Mitte Mai 2017 in Betrieb. Das Projekt bot zugleich die Möglichkeit neue Objektbeschilderungen und Präsentationhilfen anzuschaffen. Neben der anschaulichen Vermittlung am authentischen Ort unter Tage bietet nun auch die überarbeitete Dauerausstellung über Tage die Chance, den Mansfelder Kupferschieferbergbau in seiner Vielfalt zu erkunden.

Die Maßnahme wurde durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert. Weitere finanzielle Mittel wurden durch die Rosenstadt Sangerhausen GmbH zur Verfügung gestellt. Das Projekt wurde von der Stadt Sangerhausen personell unterstützt.

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