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Kranzniederlegung zum Volkstrauertag

Erinnerung schafft Einsicht, Wissen und Gewissen  

Anlässlich des Volkstrauertages am Sonntag, 19. November 2017, haben Oberbürgermeister (OB) Sven Strauß und die Landrätin Dr. Angelika Klein, Landkreis Mansfeld-Südharz, mit einer Kranzniederlegung auf dem Sangerhäuser Friedhof, aller Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften gedacht. 

"Kriege kennen keinen Sieger, nur Besiegte, nur Opfer. Jedem von uns wird das angesichts der Schreckensbilder, die uns fast täglich aus vielen Teilen der Welt erreichen,   bewusst. Auch die Mächtigen dieser Welt und alle, die – gleich aus welchem Grund – zu Waffen greifen, haben diese Wahrheit vor Augen. Und doch ist die Wirklichkeit anders, grausamer: Auf vielen Kriegsschauplätzen verlieren Verblendete, Verführte, mit Todesdrohungen gezwungene junge Menschen ihr Leben. Unterdrückung, Folter, Terror und Gegenschläge – immer wieder treffen sie Unschuldige, wird das Leben von Müttern, Vätern, Kindern und alten Menschen sinnlos ausgelöscht", so der OB in seiner Rede. Dr. Peter Gerlinghoff, Initiative Erinnern und Gedenken, und der Vorsitzende des Vereins für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung e.V, Helmut Loth,  schlossen sich der Rede des Oberbürgermeisters an.

IMG 4136Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt führt uns vor Augen, welche Gräuel und Unmenschlichkeit von Menschen ausgehen können. Es darf nicht in Vergessenheit geraten, welche politische Entwicklung zur größten Katastrophe des vergangenen Jahrhunderts geführt hat. Krieg und organisiertes Verbrechen gehören zu den schändlichsten Kapiteln der deutschen Geschichte. Dieses Kapitel geht uns alle an, auch die nach 1945 Geborenen dürfen sich ihm nicht entziehen. Wir dürfen uns nicht darauf beschränken, die Vergangenheit zu bewältigen – sie ist ohnehin nicht mehr veränderbar. Wir müssen die Zukunft besser machen: Der Weg zu einer dauerhaften Friedensordnung in der Welt ist allerdings weit und schwierig. Viele kleine Schritte werden nötig sein, resignieren dürfen wir nicht. Verstehen wir den heutigen Volkstrauertag als Aufforderung zur Trauer für die Opfer, aber auch zur Erinnerung an die Ursachen und Folgen der beiden Weltkriege und der Opfer eines Staatsterrors, der von deutschen Boden ausgegangen ist. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat diese Pflicht zur Erinnerung an die Worte gefasst: „Erinnerung schafft Einsicht, Wissen und Gewissen. Erinnerung belastet nicht, sie befreit.“

 

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