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Kommunale Gesundheitsförderung für ältere Generation in Sangerhausen

Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit lädt zum Ideenaustausch am 31.05.2018 ein 

Nirgendwo sonst in Deutschland schrumpfte in den vergangenen Jahren die Bevölkerungszahl so stark wie im Landkreis Mansfeld-Südharz und in kaum einer anderen Region sind die Bewohner so alt. Dort liegt das Durchschnittsalter bei 49,3 Jahren (Bundesweit 43,9 Jahre), stellte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung kürzlich fest, und auch, dass in diesem Landkreis nur jeder zehnte Einwohner jünger als 18, jeder vierte aber mindestens 65 Jahre alt sei.

Senioren aber wollen auch weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben, akzeptiert und nicht wegen ihres Alters ausgeschlossen werden, betont die Kreisstadt Sangerhausen auf ihrer Internetseite. Damit sie den Ruhestand möglichst lange gesund, mit viel Lebensqualität, Selbstbestimmung, Mobilität und Selbständigkeit verbringen können, beteiligt sich Sangerhausen als Modellkommune an dem Vorhaben von Sachsen-Anhalts Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit KGC, in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern kommunale Strategien für Prävention und Gesundheitsförderung der älteren Generation zu entwickeln. „Gesund im Alter in Sangerhausen“ heißt es am 31.Mai 2018 bei der Auftakt- und Informationsveranstaltung zur „Gesundheitsförderung in den Lebenswelten“ im Neuen Rathaus, Markt 7a.  

Die Stadt hat gemeinsam mit der bei der Landesvereinigung für Gesundheit angesiedelten KGC kommunale Akteure aus der Seniorenarbeit und –betreuung zum Gedanken- und Ideenaustausch für die Entwicklung und Erprobung neuer kommunaler Gesundheitsstrategien speziell für Sangerhäuser Bewohner jenseits der Erwerbsphase eingeladen. „Gemeinsam geht es uns auch darum, bereits in der Übergangsphase vom Erwerbsleben in den Ruhestand im jeweiligen Wohnumfeld niedrigschwellige Präventionsangebote vorzuhalten“, berichtet LVG-Mitarbeiter Heiko Kastner. Besonderes Augenmerk gelte allein lebenden und sozial benachteiligten älteren und alten Menschen, denn selbst im hohen Alter ließen sich gesundheitliche Risiken durch eine ausgewogene Ernährung, geistige und körperliche Aktivitäten oder Sturzprävention reduzieren. „Vor dem Hintergrund, dass im Landkreis Mansfeld-Südharz auf hundert Personen im Erwerbsalter rund 50 ältere und alte Menschen kommen, deren Anteil sich in den kommenden Jahren drastisch erhöht, reichen bestehende Strukturen der Gesundheitsförderung nicht mehr aus und müssen neu gedacht werden“, meint Heiko Kastner. Mit Sangerhausens Akteuren aus der Seniorenarbeit wolle man sich bei der Veranstaltung am 31. Mai darüber austauschen, welche Potenziale das Präventionsgesetz dafür bietet. Gesund aufwachsen, Gesund leben und arbeiten und natürlich auch Gesund im Alter sein – dafür engagiert sich Sachsen-Anhalts Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit KGC im ganzen Land über die Arbeitsgruppe „Gesundheit in der Kommune“ des Landesforums Prävention. In allen Landkreisen ist die KGC beratend tätig, begleitet Akteure vor Ort, vernetzt diese und bietet Qualifizierungsmöglichkeiten an, um die sich mit dem Präventionsgesetz bietenden neuen Möglichkeiten bei der Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene gut nutzen zu können.

Die Stadt Sangerhausen ist darüber hinaus eine von drei Modellkommunen in Sachsen-Anhalt, in der die KGC besonders intensiv einen der Schwerpunkte des Programms unterstützt. Während in dieser Stadt das Thema „Gesund im Alter“ im Fokus steht, geht es in der Lutherstadt Eisleben vor allem um „Gesund leben und arbeiten“ und in Hettstedt um „Gesund aufwachsen“.

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