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Damit Wandern im Harz eine Zukunft hat - Optimierung der Harzer Erholungswege

Das Untersuchungsgebiet in Sachsen-Anhalt umfasst Erholungs- und Wanderwege mit einer Länge von ca. 5.000 km, die sowohl innerhalb des Harzes als auch außerhalb des Mittelgebirges liegen, wie beispielsweise im Mansfelder Land, im Nördlichen und Südlichen Harzvorland bis an den Rand des Kyffhäuser-Gebirges.

Der Harz als Tourismusdestination in Sachsen-Anhalt verfügt über einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. 40 % aller Übernachtungen in Sachsen-Anhalt werden im Harz realisiert. Der Umsatz der Tagesgäste generiert mehr als die Hälfte des touristischen Gesamtertrages in Sachsen-Anhalt. Daraus folgend hat die Erhaltung und Pflege der Erholungswegeinfrastruktur eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Harzregion.

Der Harzklub e.V. mit seinen ca. 3.000 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in Sachsen Anhalt ist dem enormen Pflegeaufwand für die Erholungswege kaum noch gewachsen. Ohne die Beteiligung von Kommunen, Forstbetrieben und weiteren engagierten Partnern wäre diese Aufgabe jetzt schon nicht mehr zu leisten. Hinzu kommen immer häufiger wetterbedingte Schäden, die alle Beteiligten vor große Herausforderungen stellen.

Die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz haben unter dem Dach der Regionalen Planungsgemeinschaft Harz (RPGHarz) beschlossen, das mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des Bundes geförderte Regionalbudgetprojekt „Tourismuswirtschaftliche Untersuchung zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Erholungswegeinfrastruktur der Harzregion (Sachsen-Anhalt)“ auf den Weg zu bringen.

Gegenwärtig führt der Harzklub e.V. im Auftrag der RPGHarz die Inventur der Erholungswege durch. Aktuell wurden bereits ca. 70 % der Wege nach umfangreichen Kriterien erfasst und bewertet. Mit der Digitalisierung, die für die spätere Nutzung des erfassten Datenmaterials unerlässlich ist, ist bereits begonnen worden. Parallel soll unter Einbeziehung der jeweiligen Kommunen und Partner eine Priorisierung der Erholungswege vorgenommen werden.

Des Weiteren gehört die Strategieentwicklung für eine zukunftsfähige Erholungswegeinfrastruktur zum Projektinhalt. Hierzu zählen tourismuswirtschaftliche Untersuchungen der Wertschöpfungsketten entlang der Erholungswege genauso wie die Ermittlung zukünftiger touristischer Anforderungen an die Infrastruktur der Wege. Am Schluss sollen umsetzungsfähige Finanzierungs- und Organisationsmodelle für die zukünftige Erhaltung und Entwicklung der Erholungswegeinfrastruktur stehen.

Für die Projektsteuerung ist als Regionalmanagerin der Harzregion die Geschäftsführerin der Innovations- und Gründerzentrum im Landkreis Harz GmbH zuständig. Entscheidend für den Erfolg eines so ambitionierten Projektes ist ein regionaler Konsens. Zu diesem Zweck und zur fachlichen Unterstützung wurde ein Projektbeirat gegründet, dem derzeit unter anderem Vertreter der beteiligten Landkreise, der Harzer Tourismusverband e.V., der Harzklub e.V., der Regionalverband Harz e.V. und die Harz AG als Auftragnehmerin angehören.

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