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Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag

Die Veranstalterinnen, Deutscher Gewerkschaftsbund, Frauenarbeitskreis Sangerhausen sowie die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sangerhausen und des Landkreises Mansfeld-Südharz setzten am Mittwoch, 13. März bei der Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag auf das Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht - schon viel erreicht, noch viel vor! Grußworte dazu hielten Melitta Simon, Frauenarbeitskreis Sangerhausen, und Dr. Angelika Klein, Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz. 

"Meine Herren und Damen" , "Mit dieser Anrede spricht die erste Frau, die Sozialdemokratin Marie Juchacz im Reichstag. Gerade haben wir den 100. Jahrestag dieser Rede gefeiert. Das Wahlrecht ist eine Selbstverständlichkeit, für die Frauen lange gekämpft haben. Es ist ein entscheidender Schritt. Und trotzdem erst der Anfang. Es gab und gibt viele Selbstverständlichkeiten, die Frauen bis heute oft genug nicht zuerkannt werden. Ich denke dabei vor allem daran, dass Frauen nicht überall mitentscheiden und nicht die gleichen Löhne und Renten erhalten wie Männer. Der Equal Pay Day, der die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen symbolisiert, ist in diesem Jahr am 18. März", so Oberbürgermeister Sven Strauß in Seiner Rede.

Gesellschaftspolitisches Engagement, Mut und Zusammenhalt – darum geht es beim Internationalen Frauentag. Er ist eine gute Gelegenheit, sich die soeben genannten Herausforderungen zu vergegenwärtigen und nach vorne zu schauen. Keine Frage: Frauen bekommen nichts geschenkt – nicht im Beruf und nicht in der Politik. Im Gegenteil. Gleiche Rechte, gleiche Chancen, Achtung und Respekt. Das soll, das muss erreicht werden. In diesen Tagen gibt es jedoch in ganz Europa Kräfte, die sich nach der angeblich „guten alten Zeit“ zurücksehnen. Die Krise der Europäischen Union und der damit verbundene Brexit machen uns deutlich, dass die Fortschritte der letzten Jahrzehnte nicht automatisch für immer errungen sind. Das gilt für die europäische Einheit ebenso wie für die Gleichstellung. Nichts ist für immer sicher. Nicht das europäische Friedensprojekt und auch nicht die Fortschritte in der Gleichstellung. Wir müssen immer wieder dafür einstehen und dafür kämpfen. Und deshalb brauchen wir auch mehr Frauen in der Politik, vor allem in Spitzenpositionen. Die Stimmen der Frauen sind entscheidend, wenn es darum geht, gesellschaftlichen Wandel zu gestalten - im Europäischen Parlament und in der Europäischen Kommission genauso wie im Bundestag, in den Landtagen und nicht zuletzt in den kommunalen Vertretungen. "Das Wahlrecht der Frauen hat in den zurückliegenden 100 Jahren zweifelsohne viel bewegt. Aber es gibt noch viel zu tun. Ich fordere Sie auf und lade Sie herzlich ein, sich einzubringen!"

Mit dem Schauspiel "Politikerin gesucht" erzählten Mitglieder des Frauenarbeitskreises die Anfangsgeschichte des Frauenwahlrechtes.

Musik gab es von und mit den Mansfeld Ladies.

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