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Erfolgreiche Sportler in und um die Region Sangerhausen im Gespräch

Jens Schuster besticht als Talk-Meister.

Im Vorfeld der Verleihung der "Goldenen Rose der Stadt Sangerhausen", also im sportlichen Teil, hat es Jens Schuster, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und Finanzen, es so richtig krachen lassen. Mit Unterstützung von Timo Hoffmann, ehemaliger Klitschkogegner ! war die Talk-Runde einen nicht nur informativ, sondern vor allem etwas für die Lachmuskeln, im besten Sinnen natürlich.

Im Gespräch waren Jens Schuster und:
Jens Lehmann


Jens Lehmann, geb. am 19. Dezember 1967 in Stolberg (Harz), ist ein ehemaliger deutscher Radsportler. Er war seit 1980 im Radsport aktiv und Olympiasieger, sechsfacher Weltmeister und vielfacher deutscher Meister und DDR-Meister im Bahnradsport. Seine sportliche Laufbahn begann Jens Lehmann als Fußball-Torwart beim TSV Rossla. Im Alter von zwölf Jahren wechselte er zum Radsport und gewann prompt sein erstes Rennen. Mit dem Team der BSG Mifa Sangerhausen gewann er seine erste deutsche Meisterschaft 1980 im Mannschaftszeitfahren seiner Altersklasse. Anschließend wechselte er auf die Kinder- und Jugendsportschule des SC DHfK Leipzig.1989 wurde Lehmann Vize-Weltmeister in der Einerverfolgung der Amateure. Zwei Jahre später wurde er bei den Amateuren Weltmeister in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung (Bahn-Vierer) und der 4000-Meter-Einerverfolgung. Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona holte er Gold mit dem Bahn-Vierer und Silber in der Einerverfolgung. 1994 kam ein weiterer Weltmeistertitel mit dem Bahn-Vierer hinzu. 1999 errang er erneut den Weltmeistertitel im Bahn-Vierer. Bei der Einerverfolgung während der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney holte Lehmann wieder eine Medaille, die Silberne. In der Mannschaftsverfolgung errang er gemeinsam mit Robert Bartko, Guido Fulst und Daniel Becke die Goldmedaille, wobei der Vierer mit 3:59:710 Minuten als erstes Team überhaupt die Vier-Minuten-Grenze unterbot und somit einen neuen Weltrekord über diese Strecke aufstellte.Am 3. September 2004 gewann Jens Lehmann bei den Deutschen Bahnradmeisterschaft in seiner Heimatstadt Leipzig in der Einerverfolgung und wurde damit zum zehnten Mal Deutscher Meister in dieser Disziplin. In der Mannschaftsverfolgung errang er ebenfalls Gold. Lehmann setzt sich als Botschafter der Stiftungen Bärenherz und Hänsel & Gretel für Kinder ein, ist Vorsitzender der Deutschen Olympischen Gesellschaft, Zweigstelle Leipzig und Vizepräsident des Stadtsportbundes Leipzig. Jens Lehmann bekam auch einige gesellschaftliche Ehrungen, so den Sport-Bambi 1992, das Silberne Lorbeerblatt des Bundespräsidenten 1992 und 2000, den Bild-Oskar 1995, die Goldene Ehrennadel des Sächsischen Radfahrerbundes 1995 und war Mitglied von Deutschlands Mannschaft des Jahres 2000 sowie Sportler des Jahres 2000 in Leipzig und Sachsen.

Timo Hoffmann

Timo Hoffmann, geb. am 25. September 1974 in der Lutherstadt Eisleben, ist ein deutscher Schwergewichtsboxer. Als Amateur bestritt Hoffmann 86 Kämpfe. Bei den Junioreneuropameisterschaften 1992 in Edinburgh belegte er im Superschwergewicht den zweiten Platz, bei den Juniorenweltmeisterschaften 1992 in Montreal wurde er Dritter. 1995 und 1996 wurde er Deutscher Meister im Superschwergewicht. Der massige, sehr große Normalausleger Hoffmann wurde 1997 Profi beim Sauerland-Boxstall. 1999 und 2000 schlug er die lokalen Rivalen Mario Schießer und Willi Fischer in Kämpfen um die deutsche Meisterschaft im Schwergewicht. Am 25. November 2000 durfte er dann gegen Vitali Klitschko um die vakante Europameisterschaft boxen. Er verlor zwar hoch nach Punkten, ist aber bis heute neben den US-Amerikanern Shannon Briggs, Kevin Johnson und dem Briten Dereck Chisora der einzige Boxer, der mit Vitali Klitschko über die volle Distanz von zwölf Runden ging. Er erhielt gegen Luan Krasniqi am 4. Dezember 2006 eine weitere EM-Titelchance. Dieser Kampf endete unentschieden, womit Krasniqi den Titel verteidigen konnte. Zu einem Unentschieden im Kampf um die Europameisterschaft der WBO reichte es am 23. Oktober 2010 gegen Alexander Petkovic.

Paul Winter

Paul Winter, geboren am 05.10.1997, wohnt im Sangerhäuser Ortsteil Riestedt und trainiert zur Zeit beim SC Willingen. und ist Schüler. Seine bisher größten Erfolge waren der 2. Platz Fis Youth Cup, 1. und 3. Platz beim Deutschlandpokal, 10. Platz bei den Juniorenweltmeisterschaften 2014 - sein bisher weiterster Sprung: 100m Die Lieblingsschanzen: Berchtesgaden K90, Hinterzarten K95, Rastbüchl K75 Auf die Frage, wie er zum zum Skispringen gekommen ist, antwortete er: ich wollte in Harrachov immer von der Flugschanze springen." Seine sportlichen Vorbilder in früheren Zeiten und heute sind Martin Schmitt, Gregor Schlierenzauer Am Skispringen fasziniert ihn der Flug und das man für diesen Sport schon ziemlich bekloppt sein muss. Das 54 Kilo-Leichtgewicht hat die Hobbys Rad fahren und Fußball spielen. Und er weiß schon ganz genau, wo er vom 9. bis zum 25. Februar 2018 sein wird - nämlich in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang zu den XXIII. Olympischen Winterspielen.

Silke Renk-Lange

Silke Renk, verheiratete Silke Lange, wurde 1967 in Querfurt geboren und ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin. Sie war 1992 Olympiasiegerin im Speerwurf.Renk startete für die DDR bei den Olympischen Spielen 1988 (66,38 m, Platz fünf) und bei den Europameisterschaften 1990 (64,76 m, Platz vier). Bei den Deutschen Meisterschaften folgte 1991 nach einem zweiten Platz 1992 und 1993 jeweils die Goldmedaille. 1995 war es Bronze und 1996 wieder die Silbermedaille.Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gewann sie mit 68,34 m (67,24 - 62,08 - 65,34 - 65,62 - 68,34 m) die Goldmedaille vor der für die GUS startenden Natallja Schykalenka (Silber) und der Deutschen Karen Forkel.1993 belegte sie Platz sechs bei den Weltmeisterschaften. 1994 sagte sie auf Grund von Knieproblemen die Teilnahme an den Europameisterschaften ab. Sie startete 1995 bei den Weltmeisterschaften sowie 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta, konnte sich aber nicht fürs Finale qualifizieren.Renk startete für den SC Chemie Halle (später SV Halle). Nach dem Ende ihrer Sportlerlaufbahn wurde sie Vizepräsidentin des SV Halle.

Thomas Liese

Thomas Liese (Bild l.), geboren am 10. August 1968 in Sangerhausen, ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer und heutiger Trainer. Seine Profikarriere startete er 1999 beim Team Nürnberger. Im Jahr 2003 wechselte er zum Team Coast, nach einem Jahr in das Team Winfix-Arnolds Sicherheit, das 2005 in Team Akud Arnolds Sicherheit umbenannt wurde, wo er seine Karriere ausklingen ließ. Sein größter Erfolg auf der Straße feierte er 2001 mit dem deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren. Außerdem war er auch auf der Bahn aktiv und wurde 1985 Junioren-Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung. 1989 wurde er bei den Senioren Weltmeister und gewann 2001 sogar in dder 4000-m-Einzelverfolgung den Weltcup. Insgesamt gewann er neun Rundfahrten (Holland-Rundfahrt, Niedersachsen-Rundfahrt, Tour de Liege, Australien-Rundfahrt, Internationale Ernst-Sachs-Tour, Kärnten Rundfahrt, Griechenland-Rundfahrt) sowie zweimal die Sachsen-Tour. 2008 wurde Thomas Liese als Nachfolger von Jochen Dornbusch Trainer der deutschen Nationalmannschaft der Frauen. Thomas Liese hat sich am 13. April 2004 in das "Goldene Buch der Stadt Sangerhausen" eingetragen. Mit diesem Eintrag wurden die sportlichen Leistungen des waschechten Sangerhäuser gewürdigt.

Steve Pfaffenberger

Die Weltmeisterzwillinge Steve und Mike Pfaffenberger, geb. 1983, sind die erfolgreichsten Sangerhäuser Radballer. Beide trainieren beim RSV Sangerhausen und holten 2005 den Weltmeistertitel für Deutschland. Nach dem Sieg 2005 standen zunächst die berufliche Entwicklung im Vordergrund. Beide gingen getrennte Wege. Logistisch war das für ein gemeinsames Spielen und trainieren eine Herausforderung. "Wir treffen uns zu Spielen und freuen uns, dass wir wieder einmal zusammen sind - spielen nur noch aus Spaß an der Freude.", so Steve Pfaffenberger...und das immer noch erfolgreich. Die Brüder wurden in Rasberg 2014 ungeschlagene Landesmeister. Sie waren von 1995, 96 und 97 Deutsche Schülermeister, 1998 Vize-Europameister, 99 Deutsche Jugendmeister. 2 x Junioreneuropameister, nämlich 2000 und 2001, 2002 U23 Europameister. In den Folgejahren 3 x Deutschlandpokalsieger, 2 x Deutscher Meister, 2004 Weltcupgesamtsieger und letztendlich im Jahr 2005 Europapokalsieger und Weltmeister. Für Ihre sportlichen Erfolge haben sich die Brüder Pfaffenberger am 2. Februar 2006 in das "Goldene Buch der Stadt" eingetragen

Alle 6 Sportler bzw. Sportlerin haben während der Rosariumsbegegnung deutlich gezeigt, dass sie sich für Mission-Olympic begeistern, die Aktion toll finden und der Stadt ganz fest die Daumen drücken. Und nicht nur das, zum Teil werden sie dabei sein!