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Ein halbes Jahrhundert und kein bisschen alt...

Grundschule Süd-West feiert mit Generationen von Lehrerinnen und Lehrern

Eigentlich klang es vom Schulhof her wie eine ganz normale große Pause, die Stimmen laut und durcheinander, aber es waren Ferien und es war nachmittag...und all das hatte einen guten Grund!   
Die städtische Grundschule Süd-West feierte am Freitag, 28. August 2015 ein besonderes Jubiläum.  Schulleiterin Heike Kundlacz begrüßte Gäste aus einer Zeitära von 50 Jahren und die hatten ihre Wiedersehensfreude zu feiern. 

Sie erinnerte an die erste Einschulung in dem Haus und stimmte die Gäste mit dem Musical "Der erste Schultag" auf den kommenden Schulbeginn ein. Unter der Regie von Frau Jäsche zeigten die 21 Chorkinder der 2. bis 4. Klasse was und wie man an einem ersten Schultag fühlt.

"50 Jahre - ein halbes Jahrhundert an diesem Standort. Es war ganz schnell klar, mit wem wir das Jubiläum begehen wollen. Es sind Menschen, die früher und bis heute Schulbetrieb an diesem Standort erst möglich gemacht haben. Da sind zuallerst die ehemaligen Lehrer und Schulleiter, Horterzieherinnen , pädagogische Mitarbeiterinnen und die technische Kräfte.
Wie zum Beispiel Frau Anne-Kathrein Wabner, die 37 Jahre als Lehrerin an dieser Schule gearbeitet hat", so Frau Kundlacz. 

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Baujahr 1965, errichtet als Schulgebäude mit einer Länge von 88,60 und einer Breite von 81,30 Metern umfasst es  eine Fläche von rund 5176 Quadratmeter. Gebaut in Wandskelettbauweise und mit nur einem Geschoss. Das war zu dieser Zeit schon ein besonderer Schulbau. 1965 - Walther Ulbricht und Willi Stoph sind an der Macht. Im Kino läuft der DEFA Film "Die Abenteuer des Werner Holt", die Stones sind in den Hitparaden mit "I can`t get no satisfaction" und Drafi Deutscher singt "Mamor, Stein und Eisen bricht". Winston Churchill stirbt und Queen Elisabeth die II besucht die BRD und Leonid Iljitsch Breschnew die DDR. Die erste USA Bodentruppen treffen in Vietnam ein, die ersten Napalmbomben fallen. Der Mont Blanc Tunnel wird eröffnet und der Grundstein für den Berliner Fernsehturm gelegt. Zum ersten Mal dürfen DDR Rentner auch nichtsozialistische Länder bereisen und das Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem wird verabschiedet. Die Antibabypille kommt in der DDR auf den Markt. Die Babyboomer haben ganze arbeit geleistet, 1964 ist das Jahr mit der höchsten Geburtsrate. 
Mit einer Kapazität von 26 Unterrichtsräumen wurde die Schule am 1. September 1965 eröffnet. 1968 kam dann die Turn- und Schwimmhalle dazu. 1971 das Schulgartengebäude und `72 das Speisehaus mit 250 Plätzen und Horträumen. 1972 ging die Schule mit 911 Kindern in 30 Klassen ??? in die Trägerschaft des Kreises über.   
September 1991: die Zeiten der zehnklassigen Polytechnischen Oberschule gehen zu Ende und aus der POS wurde aus der Wilhelm Pieck Oberschule eine reine Grundschule. Die schwierige Phase der Sanierung mit Auslagerung des Schulbetriebes an verschiedenen Standorten , Schuld war eine falsche Bauausführung mit entstandenem Statikproblem, endete 1995 . Eine große Aula, die neuen lichtdurchfluteten  Räume, kindgerecht gestaltete Innenhöfe und ein großer Pausenhof ließen den Ärger um die Sanierung aber schnell verblassen. 
" Ich möchte mich ausdrücklich bei Oberbürgermeister Ralf Poschmann, dem Fachbereichsleiter Udo Michael und der Fachdienstleiterin Frau Heide Rode für die wirklich gute fachliche Betreuung, der guten baulichen Unterhaltung und Ausstattung der Schule bedanken".   

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(v.l.) Schulleiterin Heike Kundlacz erhält aus den Händen von Udo Michael und dem Oberbürgermeister eine Zeittafel über ihre Schule als Erinnerungsgeschenk.

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