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Volkstrauertag am 15. November 2015 – Gedenkveranstaltung auf dem Sangerhäuser Friedhof

Oberbürgermeister (OB) Ralf Poschmann, Christine Hepner, stellv. Landrätin, Mitglieder des Sangerhäuser Stadtrates und der Freiwilligen Feuerwehr Sangerhausen gedachten mit einer Kranzniederlegung der Opfer von Kriegen, Gewalt und Terrorismus. 

"Wir trauern um die Mendchen, die Opfer von jeglicher Gewalt geworden sind. In Anbetracht des Terroranschlages am 3. November in Paris sagte der OB:" Wir hoffen auf eine Zukunft ohne Krieg und Terror. Eine Zukunft, in der Unterdrückung und gewaltsamer Tod keinen Platz mehr haben. Das Gedenken endete mit einer Schweigeminute.

Helmut Loth, Vorsitzender des Vereins für Geschichte Sangerhausen und Umgebung e.V., zur Gedenkveranstaltung: 

Der Verein für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung e.V. hat es sich vorgenommen, den alljährlichen Erinnerungen an die Toten zweier Kriege an den Fronten und in der Heimat sowie an die Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen ein Gesicht zu geben. Hierzu wurde ein umfangreiches Forschungsprojekt begonnen. Ein Auszug aus dem Arbeitsstand des Projektes in Zusammenhang mit den Kriegstoten des 1. Weltkrieges wird heute öffentlich vorgestellt.

Auf einer Gedenktafel in der Ulrichkirche mit dem Verzeichnis der Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg sind 152 Namen von Kriegstoten verzeichnet, die im Bereich der Ulrichgemeinde Sangerhausen gelebt haben.
Von den 152 Genannten in der Ulrichkirche konnten lediglich 7 Männer auf dem Sangerhäuser Friedhof begraben werden.
Es sind in der Reihenfolge ihres Totes: Otto Mohr (33 Jahre alt), Erich Brüninghaus (18 Jahre alt und Kriegsfreiwilliger), Richard Rauchstein (28 Jahre alt), Friedrich Esther (47 Jahre alt), Otto Volkland (37 Jahre alt), Johann Wirth (33 Jahre alt) und Karl Kalbe (21 Jahre alt).

Um alle Kriegstoten des 1. Weltkrieges zu erfassen, müssen noch die bisher nicht ermittelten Gefallenen aus der Jacobigemeinde Sangerhausen, aus der Katholischen Gemeinde Sangerhausen sowie Konfessionslose und jüdische Mitbürger hinzu gezählt werden.

Aus den im Stadtarchiv vorliegenden Karteikarten über die die Teilnehmer des 1. Weltkrieges aus Sangerhausen konnte bisher ermittelt werden, dass 1.543 Kriegsteilnehmer aus Sangerhausen kamen. Von diesen hatten im Jahr 1919 insgesamt 1.044 Männer die Schrecken des Krieges überlebt und sind zurückgekehrt. Über gesundheitliche Schäden bei den Zurückgekehrten liegen allerdings noch keine Angaben vor.
Es kann eingeschätzt werden, dass wenigstens 350 Männer aus Sangerhausen als Soldaten im 1. Weltkrieg ihr Leben lassen mussten.(Zusammengestellt und bearbeitet: Helmut Loth)

IMG 1837Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sangerhausen haben an diesem Tag aller verstorbenen Kameradinnen und Kameraden am Feuerwehrdenkmal der Stadt Sangerhausen gedacht. Sie ehrten besonders die Feuerwehrmänner der damaligen, 1911, Freiwilligen Turnerfeuerwehr, Brandt, Tack und Ludwig. Alle Drei kamen bei einem Brand der  1871-1872 erbauten Sangerhäuser Malzfabrik ums Leben.

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