Aktuelles

Sangerhäuser gedenken der Kriegsopfer

Anlässlich der Bombardierung Dresdens vor 71 Jahren und zum Gedenken an die Opfer jener Ereignisse, hatte die Initiative „Sangerhausen bleibt bunt“ am Freitag, den 12.02.2016, zu einer Gedenkveranstaltung an der Sangerhäuser Marienkirche geladen. Als die 14-Jährige Neuntklässlerin Lara Jeanne Bernhold (B.o.m.) aus dem Tagebuch von Margit Börner las, herrscht Schweigen und Stille an dem antifaschistischen Mahnmal vor der Marienkirche. Es sind die Erinnerungen eines 14- jährigen Mädchens, die die Zerstörung ihrer Heimatstadt miterlebte, die Angriffe überlebte und neben dem eigenem Leben, nur ihre geliebte Geige retten konnte.

IMG 2026Dieses Instrument konnte bis in die Gegenwart erhalten werden und ist von besonderem ideellem Wert für die Familie. Verdeutlicht wurde dies, als Albrecht Börner im Rahmen dieser Veranstaltung ein Musikstück auf der Geige spielte. Landrätin Dr. Angelika Klein zog einen Bogen zur aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland und im Landkreis Mansfeld-Südharz und wünscht sich im Zusammenhang dazu „Vielfalt, Barrierenüberwindung und Toleranz.“

IMG 2027Auch Udo Michael, Fachbereichsleiter Bürgerservice, erinnerte, in Vertretung des Oberbürgermeisters daran, dass die Würde des Menschen geachtet werden soll und deshalb muss sämtlicher Gewalt entgegengewirkt werden. Im Anschluss an das Gedenken an der Marienkirche fand im Begegnungszentrum „Oase“ auf dem Markt ein Informationsaustausch statt. Außerdem wurde in den Erinnerungen von Albrecht Börners Mutter, die sie als 14-Jährige niederschrieb, gelesen. 


Zur Erinnerung: In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg. 773 britische Bomber warfen in zwei Angriffswellen zunächst gewaltige Mengen an Sprengbomben ab. Durch die Zerstörung der Dächer und Fenster konnten die anschließend abgeworfenen etwa 650.000 Brandbomben eine größere Wirkung entfalten. Ihr Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen, und ihre Hitzeeinwirkung deformierte sämtliches Glas in der Innenstadt. Dem britischen Nachtangriff auf die ungeschützte Stadt, die über keinerlei Luftabwehr verfügte, folgte am Tag die Flächenbombardierung durch 311 amerikanische Bomber. Am 15. Februar musste das bereits vollständig zerstörte und mit schlesischen Flüchtlingen überfüllte Dresden einen weiteren Angriff der US-Luftwaffe überstehen. Bis zu 25.000 Menschen verloren ihr Leben. (Quelle:Lemo)

Mit der Nutzung unserer Dienste/Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Ein Widerspruch ist jederzeit möglich.
Weitere Informationen Akzeptieren Ablehnen