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Vollzeit-Bergmann im Un-Ruhestand bekam 18. Goldene Rose für Engagement

Die Verleihung der 18. Goldene Rose am 9. September hatte in diesem Jahr einen außergewöhnlichen Rahmen. Was sich von den anderen Rosariumsbegegnungen nicht unterschieden hat, war lediglich der Veranstaltungsort und ein Teil der geladenen Gäste.

In der Rosenarena des Europa-Rosariums fand an diesem Abend der gemeinsame Empfang des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, und des Oberbürgermeisters (OB) der Stadt Sangerhausen, Ralf Poschmann, anlässlich des 20. Sachsen-Anhalt-Tages statt. Gemeinsam haben das Land und die Stadt Gäste eingeladen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und, um Menschen zu ehren, die sich engagieren.  
OB Ralf Poschmann drückte mit der abgespeckten Form der Rosariumsbegegnung zum Ministerpräsidentenempfang den Sangerhäuser Stempel auf und das kam bei den knapp 300 Gästen, darunter Vertreter aus den drei Partnerstädten der Stadt, nämlich Baunatal (Hessen), Trnava (Slowakei) und Zabrze (Polen) gut an.  
IMG 2791Die „Goldene Rose der Stadt Sangerhausen“ wird, einmal im Jahr zur „Sangerhäuser Rosariumsbegegnung“ durch den Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen verliehen. Die Vergabe dieses Preises ist an keinen festen Bereich gebunden, sondern kann an die Kategorien Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, spezielle Förderung des Europa-Rosariums oder an den Bereich Kultur angebunden sein.Die Auswahl der Preisträgerin oder des Preisträgers wird durch eine Jury vorgenommen. Diese setzt sich aus den jeweiligen Hauptausschussmitgliedern, dem Oberbürgermeister, den Fachbereichsleitern der Verwaltung und einem Vertreter der Mitteldeutschen Zeitung, zusammen.IMG 2795Die Auszeichnung zur 19. Rosariumsbegegnung erhielt Erich Hartung (B.o.m.). In seiner Laudatio führte Ralf Poschmann aus:
"Einmal Bergmann , immer Bergmann! Für Erich Hartung, Jahrgang 1952, ein Lebensmotto, das er aus tiefster Überzeugung mit ganzem Herzen jeden Tag aufs Neue umsetzt. Er hat im Bergbau gelernt und ist mit ihm groß geworden. Er war vor der Wende Bergingenieur im Kupferschieferbergbau und hat nach der deutschen Einheit mit vielen Gleichgesinnten dafür gesorgt, dass Bergbautradition des Kupferschieferbergbaus bewahrt und an nachfolgende Generationen weitergegeben wird. Als Leiter des ErlebnisZentrums Bergbau (EZB) Röhrigschacht Wettelrode war er 14 Jahre lang das“ Gesicht“ des Bergbaumuseums und Schaubergwerkes Röhrigschacht, er war Ideengeber und Visionär für Maßnahmen der Umgestaltung des übertägigen Schachtareals in Wettelrode zum multifunktionalen Dreiklang aus modernem barrierefreien Museum, untertägigem Erlebnisbereich und Bergmannsklause. Heute ist er Ehrenamtler in Bergbauvereinen, gelegentlich Buchautor und Vollzeit-Bergmann im Unruhestand. Für ihn ist das Rentnerdasein unmittelbar mit seinem Röhrigschacht verbunden und es lag auf der Hand, ihn vertraglich auf Lebenszeit quasi an sein Lebenswerk zu binden. Sein bergbauliches Wissen ist unerschöpflich und die Weitergabe dieses Wissen als Gästeführer an Bergbaubegeisterte aus Nah und Fern ist für ihn eine Herzensangelegenheit mit höchster Priorität. Multiplikatoren für seine Sache, den Bergbau zu gewinnen, ist die Basis für den Fortbestand des mittlerweile sehr gut aufgestellten touristischen Angebotes „Erlebnis Bergbau“ in Wettelrode. Davon profitiert auch sein Nachfolger als Leiter des EZB Röhrigschacht Wettelrode, Torsten Müller, der ihn im Amt am 01.03.2016 beerbt hat und auf den Kumpel Erich Hartung schwört. Er öffnet ihm wichtige Türen und gibt ihm Rückhalt und die notwendige Sicherheit, die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu treffen. Erich Hartung ist und bleibt was er schon immer war-Bergmann mit Leib und Seele! Glück Auf!

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