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Stadt Sangerhausen und Kompetenzzentrum Stadtumbau des Landes Sachsen-Anhalt mit Visionen zum Anfassen

Die Stadt Sangerhausen und das Kompetenzzentrum Stadtumbau des Landes Sachsen-Anhalt haben am 30. November 2016 zu einer Präsentation „Berg- und Rosenstadt Sangerhausen – Was braucht‘s?“ in das Neuen Rathaus der Stadt Sangerhausen, eingeladen.

Die Präsentation zeigte Projektarbeiten von 26 Masterstudierenden der Hochschule Beuth in Berlin, die sich unter Leitung von Prof. Dr. Holger Kühnel und Dipl.-Ing. Marina Rütten ein halbes Jahr mit Fragen der Stadtentwicklung in Sangerhausen auseinandergesetzt haben. Die Aufgabe des Masterprojekts war es, für zwei vorgegebene Grundstücke in der Altstadt Ideen und Konzepte zu entwickeln, die zur weitergehenden strukturellen Stabilisierung der Stadt beitragen könnten. Bei den Grundstücken handelte es sich um den „Goldenen Saal“, ein leerstehendes Hofgebäude am Amtsgericht und um das Grundstück der „Trillerei“. Das Projekt wurde im Rahmen der Kooperation zwischen dem Kompetenzzentrum Stadtumbau und der Beuth Hochschule für Technik Berlin durchgeführt. Die Projektergebnisse sorgten bereits im Rahmen des traditionellen Berliner Abends des Kompetenzzentrums bei einem hauptstädtischen Publikum für viel Aufmerksamkeit.

Ralf Poschmann, Oberbürgermeister (B.r.)der Stadt Stadt Sangerhausen, der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Jo Schulz (B:M:)und der betreuende Professor Dr. Holger Kühnel haben die Veranstaltung eröffnen und die Entwürfe für die Besucher erläutern. 
Oberbürgermeister Ralf Poschmann in seiner Begrüßung:" Wir wollen mit diesen Visionen Zukunft gestalten und wir haben eine junge Generation auf die Entwicklung der Projekte schauen lassen. Wir brauchen Mut für neue Weg und wir wollen die Stadt so bauen, dass sich unsere Menschen wohl fühlen. Unser Ziel mit dieses gemeinsamen Präsentation ist es, die Öffentlichkeit mit bestimmen zu lassen, weil diese Projekte gewollt und erlebt werden sollen".    

In der Einleitung von Jo Schulz Worte, die nachdenklich gemacht haben, nachdenklich auf eine positive Sichtweise auf die Stadt Sangerhausen.  "Sie können stolz auf ihre Stadt sein und sie sollten diesen Stolz nach Außen tragen. Eigentlich ist alles schon da. Sangerhausen hat alles, was eine Stadt braucht, also was braucht`s noch? Es braucht dringend ein Hotel und es braucht eine "gute Stube", für die Stadt. Einen Raum, in dem sich die Anwohner der Stadt Sangerhausen zum Feiern und Informieren treffen können, Ideen schmieden können oder auch
 Ratssitzungen abhalten. Einen Raum mit einer kleinen Bühne, mit 200 Plätzen und der Möglichkeiten für Kulturdarbietungen. Und hier geht es schlicht und ergreifend um den Ausbau, Umbau und Gestaltung des "Goldenen Saal". 

15526479Was es noch braucht? Eine weitere Vision bezog sich auf die Fläche der "Trillerei". Ein "Kulturhotel an der Trillerei" würde die Stadt als angemessenes Hotelangebot brauchen. Neun Apartments, 80 Zimmer, also ein relativ großes Hotel, welches sogar das Grundstück daneben mit einschließt ist eine Möglichkeiten, welche die Studenten ausgearbeitet haben. Die 2. Idee ist eine kleinere Variante des Hotels mit nur 36 Zimmer, das nur einen Teil des Grundstücks in Anspruch nimmt.

IMG 3141Neben anderen Idee, haben sich die Studenten Gedanken gemacht, Visionen geschmiedet und sie haben dafür Entwürfe erarbeitet, welche von Professor Holger Kühnel vorgestellt wurden. Trotzdem sind beide Ideen aus der Sicht der wirtschaftlichen Betrachtung, des touristischen Verhaltens in der Zukunft und dem tatsächlich fehlendem Hotelangebot eine sehr gut vorstellbare Vision.

Im Rahmen eines Wettbewerbes hofft Sangerhausen auf einen Förderungszuschuss von 13 Prozent zu den regulären 80 Prozent Sanierungsförderung für den "Goldenen Saal". In diesem Wettbewerb ist Sangerhausen aus 42 Ortschaften in Sachsen-Anhalt momentan unter den letzten zehn Verbliebenen.