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Hochwasserrückhaltebecken Wippra wird abgestaut

Stauraum, Böschungen und Ufer nicht betreten !

Der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB) hat die hydrologische Ausgangslage Ende Februar dafür genutzt, am neu errichteten Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Wippra, im Landkreis Mansfeld-Südharz gelegen, einen Probestau durchzuführen.

Der Probestau ist eine Auflage aus dem Planfeststellungsbeschluss und dient dem Nachweis der erforderlichen Sicherheitsparameter für so ein Bauwerk. Der Probestau am HRB Wippra konnte erfolgreich durchgeführt werden. Insgesamt wurden 1,7 Millionen Kubikmeter eingestaut. Seit Dienstag dem 01.03.2022 erfolgt die Entleerung des Beckens. Dabei ist bis voraussichtlich Anfang der nächsten Woche mit schwankenden Wasserständen in der Wipper zu rechnen. Der TSB weist ausdrücklich darauf hin, dass die abgesperrten Bereiche nach wie vor nicht betreten werden dürfen, da unter anderem die Standfestigkeit überstauter Großgehölze, wie z. B. Bäume, überprüft werden muss. Es besteht Lebensgefahr!

Auch während der Abstauphase werden weiterhin Messdaten erfasst. Diese dienen unter anderem dazu, die unterhalb liegenden Pegel zu eichen, um auch im Betrieb der Anlage korrekte Abflusswerte der Werte gewinnen zu können. Die bisherigen Messdaten sowie die Beobachtungen des Einstau- und Abstauverhaltens liegen im erwarteten Bereich. Die Daten werden nun in den nächsten Wochen und Monaten detailliert ausgewertet und beurteilt. Sie sind die Grundlage für den Betrieb der Stauanlage.

Wenn das Becken vollständig geleert ist, erfolgen Kontrollen und Aufräumarbeiten im Stauraum und an der Eckhardtstraße. Erst wenn die Verkehrssicherheit gegeben ist, wird sie wieder freigegeben. Das wird voraussichtlich Ende dieser oder nächste Woche sein.

Hintergrundinformation: Der teilweise Probestau am neuen HRB Wippra begann am 22.02.2022. Das Becken konnte bis zu einer Höhe von 10 Meter eingestaut werden. Das entspricht etwa 60 % der Vollstauhöhe. Dazu wurden die Zuflüsse aus dem Einzugsgebiet genutzt. Gebaut wurde das Becken zwischen 2014 und 2020. Aufgrund der Trockenheit war im vergangenen Jahr ein Probestau nicht möglich. Ein Probestau ist bei einer neu gebauten Stauanlage dem Betreiber im Rahmen des Genehmigungsverfahrens auferlegt. Ziel ist dabei, die Funktions- und Betriebssicherheit der Anlage nachzuweisen und Erkenntnisse über das Verhalten des Dammes unter Belastung zu gewinnen.