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Baum des Jahres wurde in Grillenberg gepflanzt

Flatterulme ergänzt Baumtrio

Oberbürgermeister Sven Strauß (B.m.), der Ortsbürgermeister von Grillenberg, Herr Volker Kinne (B.l.), und Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. haben am 3. Mai in das Waldbad Grillenberg eingeladen, um dort den Baum des Jahres 2019 zu pflanzen. Die Flatterulme soll zukünftig auf der Liegewiese oberhalb des Deiches zusammen mit zwei bereits gepflanzten Bäumen Badegästen Schatten spenden. Der Tag des Baumes ist eine Mitmachaktion, die weltweit jedes Jahr in der Zeit um den 25. April von Kommunen, Forstämtern oder Verbänden organisiert wird. Ziel dieser Aktion ist es, die Bedeutung der Bäume für Mensch und Natur stärker ins Bewusstsein zu rücken. Sie geht zurück auf eine Initiative des Journalisten Julius Sterling Morton, der bereits 1872 im US-Bundesstaat Nebraska einen solchen Tag ins Leben gerufen hat. Im Herbst jeden Jahres legt ein Expertengremium den zukünftigen Baum des Jahres, so wie in diesem Jahr die Flatterulme, fest. Dabei folgt die Wahl nicht immer den gleichen Kriterien, z. B. kann auf die Seltenheit einer bestimmten Baumart oder auf Gefährdungen durch neuartige Waldschäden oder Krankheiten hingewiesen werden. Warum wurde gerade in Grillenberg die Flatterulme, auch Flatterrüster, wie der Baum auch genannt wird, gepflanzt? "Als Baum der Auenwälder hat die Flatterulme oberhalb des Deiches ideale Standortbedingungen. Außerdem komplettiert sie das bestehende Ensemble aus Blutahorn und Platane. Ich bin mir sicher, dass sich die Badegäste in den zukünftigen Sommern über den zusätzlichen Schatten sehr freuen werden. Auch die Wanderer, die oberhalb des Bades entlang
gehen, werden den Anblick der Bäume zu schätzen wissen, so Sven Strauß". "Als Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen ist es mir ein besonderes Anliegen, die Ortsteile in ihren Bestrebungen zu unterstützen, diese lebens- und liebenswert zu gestalten und zu erhalten. Die derzeitige Sanierung des Waldbads Grillenberg gehört zweifelsohne dazu und ich bin beeindruckt, wie die Bürgerinnen und Bürger Grillenbergs unter tatkräftiger Mitwirkung von  Ortsbürgermeister Volker Kinne diesen Kraftakt bewältigen", so Sven Strauß.  Im Anschluss gab es von Frau Buchmann, Mitglied SDW, wissenswertes über den "Neuling" im Waldbad.

IMG 6074Die  Jagdhornbläser aus Hettstedt haben für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung gesorgt. Mit selbstgebackenen Kuchen sorgten die Grillenbergerinnen u. a. für einen gelungenen Nachmittag im staatlich anerkannten Erholungsort Grillenberg. Wussten Sie schon: Flatterulmen werden bis 35 Meter hoch und sind sommergrün. Die wechselständigen Blätter weisen, wie bei allen mitteleuropäischen Ulmenarten, eine asymmetrische Basis auf. Entgegen einer verbreiteten Auffassung kreuzt sich die Flatterulme nicht mit anderen Arten wie Feld- oder Bergulme. Die Blütenknospen sind breit und kegelförmig — anders als die mehr runden Knospen der Feld- und Bergulme. Die Laubknospen sind zweifarbig und schlank-kegelförmig. Die Knospenschuppen sind hell- bis rotbraun und verfügen über einen dunklen Rand. Die samentragenden Flügelnüsse sind im Gegensatz zu anderen Ulmen dicht bewimpert. Die Borke ist auch schon bei jüngeren Bäumen rau mit abblätternden Schuppen. Flatterulmen kommen vor allem in Auwäldern und auf Grundwasserböden vor. Hauptverbreitungsgebiet ist das kontinentalere Osteuropa, in Deutschland vorwiegend in den nordöstlichen Bundesländern sowie im südlichen Oberrheingraben. Sie vertragen Überflutungen von mehr als 100 Tagen im Jahr. Eine Anpassung auf diese besonderen Bodenverhältnisse stellen Brettwurzeln dar, die sie mitunter ausbilden können. Diese spezielle Ausprägung der Stammbasis ist bei einheimischen Baumarten eine Seltenheit.  (Quelle:Wikipedia)

  

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